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Wie reduziere ich mein Risiko bei ICO Investments?

Wer bis Mitte 2017 Geld in Initial Coin Offerings (ICOs) investierte, der durfte sich mit einem ROI von 200% fast als Verlierer fühlen. Kurzfristige Gewinne im 4-stelligen Prozentbereich waren eher die Regel als die Ausnahme. Aus diesem Grund war die Fundamentalanalyse sehr häufig kein Bestandteil des Due-Diligence Prozesses potentieller Investoren. Dabei sein war alles, zumal die Zeit drängte, denn der nächste ICO stand auch schon vor der Tür.

China ordnete Anfang September nicht nur die Schließung aller chinesischen Krypto-Exchanges an, sondern auch ein generelles Teilnahmeverbot an ICOs. Einige Wochen später folgte die Südkoreanische Regulierungsbehörde dieser Meinung und so bleiben auch die Südkoreaner in Zukunft von der Teilnahme an ICOs ausgeschlossen. Hinzu kommt die unklare Rechtslage in den USA. Um mögliche Probleme mit der amerikanischen Regulierungsbehörde SEC zu umgehen, sind bei den meisten ICOs US-Bürger von der Teilnahme ausgeschlossen. Diese und andere Entwicklungen bremsen seitdem die Goldgräberstimmung innerhalb der Kryptoszene. Als Ergebnis sind viele ICOs nicht mehr innerhalb von Minuten ausverkauft und werden nach einem Exchange-Listing immer häufiger unter dem initialen Ausgabepreis gehandelt.

CryptoGo beobachtet gerade einen Umschwung. In letzter Zeit erreichen uns immer mehr Fragen über den Aufbau und Ablauf unserer Bewertungen und Analysen. Aus diesem Grund möchten wir Euch in diesem Artikel einen kleinen Einblick in unsere Werkzeugkiste geben. Jede neue Analyse trägt zur Entwicklung der einzelnen Werkzeuge bei. Sie stehen ständig auf dem Prüfstand und müssen in der sich schnell verändernden Kryptowelt flexibel angepasst werden. So bleibt unser Due-Diligence-Prozess stets an neueste Entwicklungen oder Trends angepasst und liefert dadurch auch in einem ICO-unfreundlichen Marktumfeld qualitativ hochwertige und entscheidungsrelevante Informationen.

I. CryptoGo Basis-Framework

Am Anfang jeder Analyse steht das CryptoGo Basis-Framework. Dieses umfasst zum aktuellen Zeitpunkt mehr als 150 Fragen und kann zusammenfassend als eine thematisch strukturierte Liste mit Leitfragen verstanden werden. Diese Leitfragen umfassen dabei nicht nur die technischen Aspekte, sondern bieten auch hilfestellende Fragen für die anschließende Evaluation des Projektes.

Häufig bleiben nach dem Studium von Whitepaper und allen sonstigen zur Verfügung stehenden Informationen noch Fragen unbeantwortet. In diesem Fall kann das CryptoGo-Team eine Liste mit offenen Fragen generieren, welche an das ICO-Team weitergeleitet werden. Mit diesem standardisierten Ansatz legen wir die Grundlage für eine möglichst objektive Bewertung.

II. Social Media Tracking

CryptoGo Social Media TrackingNicht nur mit der Verwendung der Blockchain gehen die Unternehmen der Krypto-Szene neue Wege. Auch die Wahl der Kommunikationskanäle bricht mit den Methoden alteingesessener Unternehmen. Pressemitteilungen sucht man vergeblich.
Alle relevanten Informationen werden fast ausschließlich über Twitter, in Chats wie Telegram und Slack, Reddit oder auch über Facebook mitgeteilt. Aus diesem Grund bietet die Anzahl von Followern, Mitgliedern, Tweets bzw. Posts oder auch Likes einen guten quantitativen Anhaltspunkt über die Anzahl möglicher Investoren, bzw. das Hype- und damit verbundene „FOMO-Level“.

CryptoGo verfolgt nicht nur die Entwicklung aller relevanten Kanäle, sondern kann diese auch mit den Daten vergangener ICOs abgleichen und in die Gesamtbewertung einfließen lassen. Diese Analyse ermöglicht objektive Rückschlüsse über die Nachfrage und die Preisentwicklung von ICOs.

III. Qualitative Analysen

In Zeiten in denen Twitter- oder Facebook-Follower gekauft werden können erzählen die reinen Zahlen natürlich nicht die ganze Geschichte. Aufbauend auf den oben beschriebenen quantitativen Daten erfolgt auch eine qualitative Analyse in mehreren Schritten.

Zuerst wird der Anteil an Bots, also gekaufte Follower, bestimmt, um ein wahrheitsgetreues Bild der bereits oben genannten Hype-Faktoren zu bekommen.

Darauf aufbauend werden die Social-Media-Kanäle mit Hilfe von Sentiment-Analysen untersucht. Sentiment-Analysen spiegeln das Meinungsbild der analysierten Zielgruppe wieder.  Sie dienen als ergänzender Indikator für Marktvorhersagemodelle. Im Rahmen dieser Analyse werden automatisiert Satzbau, Grammatik und Vokabular von Posts oder Kommentaren bezüglich eines ICOs und des dahinterstehenden Projektes untersucht. Mithilfe statistischer Methoden kann infolgedessen die Stimmungslage der Community als weiterer objektiver Indikator in unserer Bewertung aufgenommen werden.

IV. Smart Contracts

Smart Contract MonitoringSmart Contracts sind einer der großen Treiber der Dezentralisierung und damit nicht ohne Grund als Buzzword in aller Munde. Sie sind häufig ein wichtiger Bestandteil von ICOs und somit auch ein wichtiger Bestandteil der Bewertungen von CryptoGo. Unsere Analyse ermöglicht Rückschlüsse auf die Qualität, Sicherheit und Kredibilität des veröffentlichten Smart Contracts und somit auch auf den Emittenten. CryptoGo untersucht dazu eine ganze Reihe von erarbeiteten Kriterien, die einen Einfluss auf das Token Sale Event haben. Denn nicht selten verspricht das Whitepaper etwas, was der implementierte Smart Contract nicht halten kann. So dient diese Analyse auch als Indikator für Transparenz und Integrität des ICO-Teams. Eine Investitionsentscheidung kann somit weitaus fundierter und risikoärmer getroffen.

V. ICO Abgleich

Social Media Data in Spreadsheet

Um alle Parameter eines einzelnen ICOs objektiv bewerten zu können, darf natürlich die Einordnung in das gesamte ICO-Segment nicht fehlen.
Dazu vergleichen wir die erfassten Parameter sowohl mit denen bereits abgeschlossener als auch mit denen zukünftiger ICOs. Mit Hilfe von Skripten und Formeln werden Parameter gewichtet und Daten automatisiert aggregiert und ausgewertet. Das Ergebnis ist eine objektive Kennzahl aller quantitativ erfassbaren Informationen.

VI. CryptoGo Scorecard

CryptoGo ScorecardAls letzter Schritt in jeder unserer Bewertung steht die CryptoGo-Scorecard. Hierbei liegt der Fokus nicht nur auf den bereits erfassten und objektivierten Daten, sondern auch auf subjektiven Eindrücken, die unser Team während der Analyse sammeln konnte. Darunter fallen verschiedene Bereiche wie beispielsweise das technische Gesamtkonzept des Projektes, die gefühlte Professionalität und der generelle Background des Teams. Auch die Frage, ob das Produkt am Ende das aufgezeigte Problem lösen kann, wird in dieser Scorecard möglichst objektiv beantwortet. Alle diese Faktoren werden zunächst gewichtet und zu Teilnoten verschiedener Bereiche zusammengefasst. Aus diesen Teilnoten berechnet sich dann die Gesamtnote des Projektes. Diese Kennzahlen findet Ihr in jedem unserer offiziellen Reports auf CryptoGo.de.

Diese hier aufgeführten Werkzeuge sind natürlich nicht das Ende der Fahnenstange. Beispielsweise wurde die detaillierte Begutachtung veröffentlichter Quelltexte aufgrund der Komplexität außer Acht gelassen. Auch die Evaluierung der innerhalb des ICOs verwendeten Smart Contracts und das automatisierte Monitoring und Tracking dieser Contracts während des Pre-Sales hat das Potential für einen eigenen Artikel.

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