5.9
Score

Pros

  • Produkt vorhanden
  • erster Kundenstamm
  • simples und verständliches UI
  • gute Social Media Zahlen
  • Pre-Sale bereits erfolgreich abgeschlossen
  • Token Vesting basierend auf Smart Contract

Cons

  • aufgerufenes Cap zu hoch
  • hohe velocity
  • starke Konkurrenz/ umkämpfter Markt
  • SVD Token nicht unbedingt notwendig
  • hohe Hürden bis zum "exchange Status"
  • WP Buzzword lastig
  • Roadmap oberflächlich
  • Gebührenstruktur noch unklar
  • hoher ROI zu erreichen wird schwierig bei erfolgreichen Ausverkauf des ICOs
Product
6.5
Market
5.6
Use of Blockchain
3.6
Whitepaper
6.4
Roadmap
7.6
Business Modell
5.9
Team
6.8
Token Sale
4.6

Final Verdict

One Pager
Whitepaper
Website
Telegram

Symbol: SVD
Hardcap: $67M
Max Token Supply: 10 Mrd.

Review updated 02.02.2018: Die Savedroid AG ist ein Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main und möchte ein KI-basiertes Ökosystem schaffen, welches aus Krypto-Sparern besteht und diesen durch möglichst geringe Eintrittsbarrieren den Weg für Investments in Futures und ICOs ebnen. Savedroid (SVD) hat sich seit dem Start im Oktober 2016 auf die spielerische und einfache Art auf das Sparens fokussiert und versucht sich nun an der Reduzierung der für den normalen User recht hohen Eintrittshürden in den Kryptomarkt.

Problem

  • Sparen fällt vielen Menschen schwer.
  • Handeln von Kryptowährungen (Kaufen/Verkaufen) ist noch zu kompliziert und aufwendig.

Lösung

  • Savedroid ermöglicht den Kunden einen Zugang zu Kryptowährungen sowie den einfachen Tausch zwischen Fiat und Kryptos.
  • Savedroid entwickelt eine KI, die Nutzern hilft, gute Deals (z.B. günstige Handyverträge) zu finden und automatisch Geld bei Einkäufen zurückzulegen. Somit möchte Savedroid den Leuten helfen, smart Geld zurücklegen zu können.

Status Quo

  • 200k Downloads
  • 10 Millionen € in Transaktionen
  • 26k+ Telegram
  • 3000+ Twitter
  • 8100+ Facebook
  • 3 Millionen € Funding

Leider haben wir vom Team nach Nachfragen keine Aussagen über weitere KPIs wie DAU/MAU (Daily Active User/Monthly Active User) bekommen. Edit: Savedroid erklärte in diesem Fall, dass die Kennzahlen DAU/MAU wenig Relevanz für das Geschäftsmodell besitzen und deswegen auch nicht aktiv getrackt werden. Das Grundversprechen, das sich der Nutzer nicht mehr um das Sparen kümmern muss, erfordert keine aktive Nutzung der App. 

Token

SVD ist ein ERC20-Token, der für alle zukünftigen Gebührenzahlungen auf der Savedroid-Plattform verwendet werden soll. Diese Gebühren werden jedoch in Fiat berechnet, somit wird SVD nur als Austauschmedium verwendet und hat quasi keinen wirklichen Nutzen. Eine Integration und Verwendung bereits etablierter Kryptowährungen wäre durchaus möglich gewesen und hätte dem grundsätzlichen Geschäftsmodell keinen Abbruch getan. Durch jegliche Gebührenzahlung mit SVD wird eine bestimmte Anzahl dieser Tokens vernichtet. Ebendieser Burning Mechanismus soll den Token-Supply verknappen und folglich den Wert der noch existierenden steigern.

Savedroid Token

Token-Sale

  • Der Pre-Sale wurde mit einem Betrag von 3,84M € geschlossen und war offiziell vom 12.-26. Januar 2018 geplant. Ergänzung (31.01.2018): Nachdem alle Tokens innerhalb von 7 Stunden am 12.01.2018 verkauft wurden, beendete savedroid den Pre-Sale erfolgreich.
  • Pre-Sale Bonus: 30%
  • Public Sale Bonus: 0%
  • 1 € = 100 SVD
  • Der Public Sale beginnt am 09. Februar 2018 und läuft bis zum 09. März 2018
  • Alle nicht verkauften Tokens werden vernichtet und reduzieren somit die maximale Token-Anzahl
  • Token-Ausgabe erfolgt nach Aussagen des Teams „kurz“ nach Ende des ICOs
  • Alle Team- und Advisor-Tokens werden gesperrt. 1/20 der Tokens pro Quartal werden mittels linearem Vesting über einen Gesamtzeitraum von 5 Jahren ausgegeben.

Missführend sind auch die unterschiedlichen Aussagen bezüglich der verkauften Tokens im Pre-Sale. Im Whitepaper wird auf Seite 39 eine Anzahl von 5M genannt, wobei nach Aussagen des CTOs auf bitcointalk.com 500M verkauft wurden. Änderungen in der Token Sale Struktur sollten diesbezüglich besser für jeden einsehbar sein.

Bewertung bei Exchangelisting nach erreichen des Hardcaps:

Pre-Sale: 500.000.000 Token
Pre-Sale Bonus: 30%
Public-Sale: 5.500.000.000 Token
Max. Tokensupply: 10 Mrd
Circulating Supply: 60%
Bewertung: => (500000000/100)/1.3+5500000000/100 = €55Millionen bzw. ca. $67Millionen
Fully diluted:
 $112M

Die Summe, die Savedroid hier aufruft, ist nicht vertretbar und mit $ 67M viel zu hoch. Wofür brauch ein Unternehmen wie savedroid so viel Geld? Fully diluted wären das $ 112M. Diesbezüglich verweisen wir gerne auf die Sichtweise des CEOs von Binance. Hier stellt sich die Frage, wie hoch das Potenzial in Abhängigkeit der zukünftigen Marktkapitalisierung wirklich ist und inwieweit das Team motiviert ist ,an der Idee weiterzuarbeiten, nachdem diese enorme Summe geraised wurde.

Token Struktur

  • Pre-Sale
  • Public Sale
  • Bounty
  • Advisors & Legal
  • Equity Investors & Team
  • Community, Business Development & Expansion

Allocation

  • Marketing
  • Technology
  • Banking & Crypto
  • Legal & Admin

Roadmap

Beim Lesen der Roadmap überkommt einem das Gefühl, dass savedroid hier regelrechtes Buzzword-Dropping betreibt. So werden Phrasen und Begriffe wie „smart xy“ und „selbstlernende KI“ sehr häufig verwendet. Die Roadmap zeigt die Entwicklung zu einer eigenständigen Plattform, auf der auch über das Sparen hinweg Investmententscheidungen getroffen und getätigt werden können. Dieser Schritt ist jedoch erst für das Jahr 2020 geplant. Bei der aktuellen Geschwindigkeit der Entwicklung könnten andere Plattform-Betreiber mit Investmentfokus bereits einen großen Teil des Marktes abgedeckt haben. Nichtsdestotrotz besitzt die Roadmap anspruchsvolle und unserer Meinung nach gute, aber auch sehr hochgesteckt Ziele. Leider ist der KI-Fokus, der hauptsächlich auf das Spar Konzept ausgerichtet ist, bis dato der einzige Punkt, in dem sich Savedroid mit Ihren zukünftigen Produkt von den Konkurrenten wie z.B. Coinbase abheben möchte.

Zukunftsmodell von savedroid

savedroid cryptosaving

Roadmap

KI-Plattform : KI-Algorithmus, der die persönlichen Finanzen der Benutzer analysiert und Ausgaben optimiert
200K + App-Downloads, 10M € in Transaktionen
B2B-Partner: Deutsche Börse, Wirecard

Sparen in Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum etc. möglich

KI-Algorithmus ermöglicht das einfache Sparen und Bezahlen von/mit Kryptowährungen

Investments in Kryptowährungen, Derivaten und ICOs soll über die Plattform möglich werden

Konkurrenz

Savedroid möchte wie andere bereits etablierte Unternehmen den Kauf von Kryptowährungen vereinfachen. Die KI-Anwendung hilft zwar ein wenig beim Sparen, aber letztendlich sehen wir das Hauptinteresse in der einfachen Möglichkeit, Kryptowährungen zu kaufen. Hier muss Savedroid mit starken Konkurrenten wie Coinbase, Coinflash und Mybitcoinsaver rechnen, die alle den Kauf von Kryptowährungen erleichtern. Bei der aktuellen Gebührenstruktur besitzt Savedroid mit Abstand die höchsten Kosten. Im Folgenden vergleichen wir Savedroid hinsichtlich der Basiskosten, Transaktionskosten und der Vorteile gegenüber bereits etablierten Unternehmen. Hier wird ergänzt, dass die genannten Zahlen von savedroid als Rechenbeispiel/Annahme betrachtet werden sollen. In Stein gemeißelte Zahlen existieren noch nicht:

  • Savedroid: €2/Monat, 7.5% Transaktionsgebühren – KI hilft beim Sparen, bereits existierender Kundenstamm
  • Coinbase: Keine Basis Kosten, 3.99% Transaktionsgebühren – Riesige und vertrauenswürdige Marke
  • Coinflash: $1/Monat, 3.99% (via Coinbase), Rundet Zahlungen auf und speichert die Differenz in Krypto
  • Mybitcoinsaver: Keine Basis Kosten, 4.5% Transaktionsgebühren – Eigenbesitz der Coins

Im Vergleich steht Savedroid schwach da. Der KI-Aspekt sollte deswegen stark hervorgehoben werden, damit ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal geschaffen werden kann.

Team & Partnerschaften

  • Yassin Hankir – Gründer & CEO: McKinsey, Master in Economics, Ph.D. in Finance an der Goethe-University Frankfurt/Germany.
  • Marco Trautmann – Founder & COO: McKinsey, consultant.
  • Tobias Zander – Founder & CTO: CTO of Sitewards, e-commerce specialist in Frankfurt am Main
  • Michael “Mike” Fehse – Chief Data Officer: CEO von Arago Automation und CTO Accretive Tech, VP bei Telco, Pharma & Banking bei T-Systems, Fresenius
  • Jan Gabriel Pleser – Chief Marketing Officer: Publicis und Freelancer

15 weitere Team Mitgleider. (Whitepaper, pg 18).

  • Wirecard Bank hält die Deposits von Savedroid und stellt die Savedroid Kreditkarte
  • Check24: Keine Erwähnungen über Savedroid auf der Check24 Website
  • Drillisch: Keine Erwähnungen über Savedroid auf der Drillisch Website
  • Freenet Group: ?
  • Friendsurance: ?

Kooperation von Check24 & Drillisch dienen wahrscheinlich als Informationsprovider für die dem Kunden angebotenen Deals.

Whitepaper

Das Whitepaper geht wenig in die technische Tiefe. Es werden viele Buzzwords verwendet, jedoch fehlt es an einer technischen Erklärung der Umsetzung, inwiefern und wie die KI-Kaufentscheidungen und somit das Sparerlebnis optimiert. Es beschreibt die Geschichte von Savedroid und dessen Mission, das Sparen durch KI und Verhaltens-Belohnungen (etwa indem du $5 sparst wann immer du ins Fitnessstudio gehst) anzuregen. Die Grundidee wird gut beschrieben und erklärt, jedoch fehlt eine genaue Auflistung wofür die Finanziellen Mittel verwendet werden sollen. Dort fehlt eine tiefergehende Erläuterung.

Fazit

Es gibt nicht viele Details zu der finanziellen/technischen Ausrichtung und Umsetzung von Savedroid. Es ist anzunehmen, dass einfach Kryptowährungen im Namen der Nutzer von Börsen gekauft und in integrierten Wallets gehalten werden. Schwächen offenbart das Unternehmen im Whitepaper und der Integration des SVD-Tokens. So ist der SVD-Token nicht auf nützliche Weise in ihr Geschäftsmodell, abgesehen vom ICO Crowdsale, eingebunden. Savedroid verlangt zwar von jedem Nutzer SVD als Währung für die Services, aber die Tokens auf diese Art und Weise zu benutzen, verschafft Savedroid keinerlei Effizienzvorteile.

Savedroid ist ein bereits etabliertes Unternehmen mit vorhandenen Nutzern und Partnerschaften. Das Team hat in der Vergangenheit von institutionellen Investoren bereits Gelder in Form von Eigenkapital einsammeln können.

Der Markt, in den sich Savedroid begibt, ist jedoch bereits jetzt schon schwer umkämpft. Dies wird in Zukunft eher zu- als abnehmen. Langfristig wird es somit sehr schwer, in diesem Markt Fuß zu fassen und sich zu etablieren.

Leider ist die innovative Leistung des Produkts bezogen auf die Blockchain Welt eher als gering zu betrachten, denn in der Essenz ist dies nur ein automatisiertes Transaktionssystem, welches nach bestimmten Regeln Geld zurücklegt und günstige Angebote findet. Der wirkliche Blockchain nutzen ist nur begrenzt erkennbar.

Savedroid vernichtet 15% der SVD bei jeder Transaktion. Außer diesem Mechanismus um die Tokens zu reduzieren, existiert keinerlei integrierte Funktion, um den Preis von SVD nach oben zu treiben. Der Anreiz, den Token langfristig zu halten, ist somit bei dem aktuellen Modell sehr gering. Die Tokenstruktur wirkt nicht harmonisch und die Funktion wäre auch mit einem anderen Kryptoasset umsetzbar gewesen. Auch die Bewertung mit $67M, die Savedroid nach Erreichen des Hardcaps aufruft, schätzen wir aus Investorensicht für ein solches Projekt als viel zu hoch ein. Ein Token ist für ein derartiges Projekt nicht zwingend notwendig. Wie bei einigen ICOs in letzter Zeit verbleibt CryptoGo auch hier mit der Frage: „Wieso führt Savedroid überhaupt einen ICO durch?“.

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