6.5
Score

Technologie
6,7
Produkt
6
Business Model
6,6
Team
6,6
Sale
6,6

Final Verdict

Website: Universa.io
Whitepaper: Version 1.0c
Twitter: Universa News

ICO-Facts

Symbol: UTN
Hardcap: 99 Millionen US-Dollar

Universa sieht sich selbst als nächste Iteration der Generation von Blockchains wie Bitcoin oder Ethereum. Anstatt auf eine herkömmliche Blockchain zu setzen, implementiert Universa einen „Directed Acyclic Graph“ (DAG) auf einer Blockchain. Bildlich gesprochen besteht die Blockchain dabei aus Smart Contracts, während die Zustände dieser mit Hilfe des DAG abgebildet werden. Jeder Smart Contract besitzt somit eine eigene „Contract Chain“ in der jeder Ausführungsstatus einen Knoten darstellt. Ein Vorteil dieser Konstruktion liegt vor allem in der Möglichkeit asynchroner Ausführung verschiedener Contracts. Weiterhin soll das System mehrere zehntausend Transaktionen pro Sekunde verarbeiten können, was gegenüber Bitcoin, mit etwa 4 Transaktionen pro Sekunde (tx/s) und Ethereum mit etwa 15 tx/s, einen Meilensprung bedeuten würde.

Problem

Blockchains, wie zum Beispiel Bitcoin, haben in den letzten Jahren bereits in der bestehenden Finanzwelt für Aufsehen gesorgt. Weitere Wirtschaftsbereiche gelangten mit der Entwicklung von Ethereum in den Fokus der Kryptowelt. Für beide Softwareprodukte besteht der Kern aus einem zentralen Register, der Blockchain, in dem alle relevanten Informationen, wie Transaktionen oder Kontostände, dezentral gespeichert werden. Die Architekten der Universa-Plattform haben genau in dieser Eigenschaft den größten Schwachpunkt ausgemacht, der zu einem Flaschenhals in der Skalierbarkeit führt.

Lösung

Um das Ziel von mehreren zehntausend tx/s zu erreichen, bedient sich Universa nicht nur der Graphentheorie, es verschiebt auch die Programmlogik gemäß dem Motto „thin protocol, fat logic“ auf die Clientsoftware. Auch wird es kein Mining im herkömmlichen Sinne geben. Stattdessen werden Ausführungsschritte der Smart Contracts von lizensierten Nodes bestätigt. Dies soll vor allem der Geschwindigkeit, aber auch der Benutzerfreundlichkeit zu Gute kommen. Das langfristige Ziel des Teams besteht darin, mit Hilfe eines eigenen Token-Templates dem momentan unangefochtenen Marktführer, dem ERC20 Token, Konkurrenz zu verschaffen. Weiterhin soll durch eine Template-Sammlung die Implementierung von Anwendungen, wie Bank-Backed-Tokens, Escrow-Services oder automatisierte Rechnungen, erleichtert werden.

Team

Hier muss das CryptoGo-Team ein riesiges Kompliment aussprechen. Gewöhnlich ist es sehr, sehr schwer, belastbare Informationen vor allem über das ausführende Entwicklerteam von ICO-Projekten zu bekommen. So gut wie immer sind die Informationen auf der Webseite sehr dürftig und auf Nachfrage wird häufig auf einen nicht näher benannten Zeitpunkt nach dem ICO verwiesen. Nicht so bei diesem Unternehmen. Hier scheint man sich Transparenz auf die Fahnen geschrieben zu haben, denn alle Informationen sind entweder frei zugänglich oder auf Nachfrage zu erhalten. Im Rahmen eines Gespräches mit CEO Alexander Borodich wurden alle offenen Fragen des CryptoGo-Teams beantwortet. Aus diesem Grund kann man einen ungewöhnlich guten Einblick in die Zusammensetzung des Teams hinter Universa bekommen. Es rekrutiert sich zum großen Teil aus den vorherigen Start-Ups von CEO Alexander Borodich, Glomper und MyWishBoard.com. Borodich, der im Jahr 2014 zum russischen Business Angel des Jahres gekürt wurde, ist in der Kryptoszene kein Unbekannter. Bereits 2013 spielte er mit dem Gedanken, mit WishCoin die russische Antwort auf Bitcoin zu veröffentlichen.

Mit Sergey Chernov als CTO hat Borodich nicht nur einen alten Bekannten ins Boot geholt, sondern auch einen erfahrenen Mann im Bereich der Kryptographie. Leider scheint bis auf das Führungsteam sonst kein Mitglied weitere Erfahrungen im Bereich Kryptographie oder gar Kryptowährungen zu besitzen. Als weiterer Kritikpunkt fällt lediglich die Verbindung von Borodich zum international nicht anerkannten Scheinstaat „Freie Republik Liberland“ auf.

Entwicklungsstand

Auch in dieser Kategorie sticht Universa aus den ICOs der letzten Monate hervor. Neben einem Transaktionslogfile in Echtzeit kann im offiziellen Github Repository auch eine Clientsoftware getestet werden. Diese ist allerdings nicht ohne weiteres zum Laufen zu bekommen und auch die Dokumentation ist sehr spärlich. Dennoch muss man wieder hervorheben, dass es ungewöhnlich ist, dass überhaupt etwas anderes als der ICO-Smart Contract öffentlich zugänglich ist.

Roadmap

Auch hier zeigt sich Universa von der besten Seite. Während andere ICOs lediglich grob die Verwendung des Geldes anreißt, so findet man hier einen, für ICOs, sehr detaillierten Plan, in welche Bereiche das Geld, abhängig von der eingesammelten Geldmenge, fließen soll.

  • First Blockchain release
  • iOS & Android Wallet
  • API for apps and blockchains
  • Universa Exchange for Tokens
  • First release of Universal Smart Contract
  • Universal Smart Contract Templates
  • Universa Liquidity Ocean
  • Universa Trust & Reputation Score
  • Blockchain Academy
  • Worldwide Blockchain Association
  • Universa Bank & Cards
  • Universa Appstore
  • Cryptofund for DAO/ICO

Tokensale & Verwendung des Geldes

Nachdem Universa initial einen ICO ohne eine festgelegte Obergrenze (Hardcap) durchführen wollte, wurde aufgrund vieler Beschwerden aus der Community der Hardcap auf 99 Million US-Dollar festgelegt. Dies ist vor allem aufgrund der Entwicklungen in China und Korea ein sehr ambitioniertes Ziel.
Von allen generierten Tokens stehen 66% zum Verkauf. Das ist im Vergleich zu ähnlichen ICOs definitiv am oberen Ende der Skala. Die restliche Verteilung weißt keine Auffälligkeiten auf. Auch wenn im Whitepaper nichts über eine Sperrfrist für Tokens der Gründer und Berater steht, bestätigte der CEO gegenüber CryptoGo, dass jedes Quartal nur 20% der Token ausgeschüttet werden.

  • Token Sale
  • Foundation
  • Team
  • Bounty, Advisors & Partnerships
  • Unviersa Protocol
  • Marketing & Development
  • Universa Foundation
  • Reserve Fund
  • Operations
  • Legal
  • Security